Das Feld ist bestellt. Vom Weg aus sind die jungen Halme zu sehen, aber sie werden nicht schneller reif, wenn man jeden Morgen unruhig nach ihnen schaut. Zur Arbeit des Landwirts gehört auch eine Zeit, in der er die Ernte noch nicht in den Händen hat.
Warten kann schwerer sein als Anpacken. Besonders dann, wenn wir schon getan haben, was möglich war, und trotzdem kein Ergebnis erzwingen können.
(Jak 5,7-8)Jakobus nimmt den wartenden Landwirt als Bild für die Geduld bis zur Wiederkunft des Herrn. Seine Leser sollen ihre Herzen stärken. Ihr Warten hat einen Bezugspunkt: Christus wird kommen.
Das ist keine Zusage, dass jedes Vorhaben bald gelingt. Manche Erwartungen bleiben offen. Die christliche Hoffnung reicht weiter als unser nächstes sichtbares Ergebnis: Jesus, der sich für uns hingegeben hat und auferstanden ist, lässt die Erlösung nicht unvollendet.
Deshalb muss Geduld nicht heißen, sich mit allem abzufinden. Wir dürfen tun, was heute dran ist, und das noch Ausstehende Gott anvertrauen. Die Ernte ist noch nicht da. Die Hoffnung darf trotzdem schon bleiben.



































