Der Rechner fährt herunter, das Werkzeug kommt an seinen Platz, die Ladentür wird abgeschlossen. Für heute ist gearbeitet. Vielleicht ist etwas fertig geworden. Vielleicht haben wir ein Problem gelöst, etwas gelernt oder jemandem den Tag leichter gemacht. Jetzt darf der Abend kommen.
Arbeit kann guttun. Wir setzen unsere Fähigkeiten ein, gestalten etwas und erleben, dass unser Tun Bedeutung hat. Ein repariertes Fahrrad fährt wieder. Aus einzelnen Zutaten wird ein Essen. Jemand versteht etwas, weil wir es ihm erklären konnten. Solche Dinge können Freude machen – auch wenn sie Kraft gekostet haben.
Schon im Garten Eden bekommt der Mensch eine Aufgabe: den Garten bestellen und behüten. Arbeit gehört dort zum Leben mit Gott. Etwas pflegen, erhalten und gestalten zu dürfen, ist ein guter Gedanke für unser eigenes Arbeiten.
Später spricht Gott davon, dass der Ackerboden um des Menschen willen verflucht sein und seine Ernährung mit Mühsal verbunden sein wird.
(Gen 3,17-19)Vielleicht liegt selbst in der mühsam gewordenen Arbeit noch Fürsorge Gottes. Eine Aufgabe kann uns Halt geben, unsere Fähigkeiten fordern und uns Freude am Geschaffenen erleben lassen. Gerade wenn etwas Kraft, Geduld und mehrere Anläufe gebraucht hat, kann das Ergebnis für uns eine besondere persönliche Bedeutung bekommen. Wir wissen, was darin steckt, und freuen uns daran, es geschafft zu haben. Könnte auch darin etwas von Gottes Güte gegenüber dem Menschen in seinem gefallenen Zustand sichtbar werden?
Und dann ist Feierabend. Wir dürfen uns setzen, etwas essen und uns an dem freuen, was dieser Tag gebracht hat.
(Pred 3,12-13)Der Schreiber kennt die Mühsal. Gerade darin entdeckt er etwas, das sich empfangen lässt: Essen, Trinken und Freude am Leben. Auch das gehört zu dem Guten, das Gott uns zugedacht hat.
Vielleicht lässt uns der Feierabend gelegentlich an diesen Geber denken. An die Fähigkeiten, die wir einsetzen konnten. An Menschen, mit denen die Arbeit Freude gemacht hat. An etwas Gelungenes. Und daran, wie freundlich es ist, dass ein Tag auch Zeit zum Genießen haben darf.
Feldarbeit lädt also ein, den Tag auch ab und an mal gut ausklingen zu lassen und „den Herrgott für heute einen guten Mann sein zu lassen“.

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