Am Tisch ist es schon eng. Dann klingelt es, und jemand kommt dazu. Ein Stuhl wird herangezogen, Teller rücken zusammen, einer schiebt die Schüssel ein Stück weiter. Der Raum war eben noch voll doch wurde trotzdem noch ein Platz gefunden.
Aufnahme beginnt oft so unspektakulär. Er darf sich setzen. Wie erleichternd das sein kann, merkt man besonders dann, wenn man selbst irgendwo neu ist.
(Röm 15,7)
Paulus schreibt diesen Gedanken in eine Gemeinde hinein, in der Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen miteinander leben müssen. Die Grundlage ihrer Aufnahme ist Christus. Er hat sie aufgenommen; von dort aus können sie versuchen einander entgegenzukommen.
Ein freier Stuhl beseitigt nicht jeden Unterschied und heilt nicht jedes schwierige Verhältnis. Aber er kann eine sehr konkrete Antwort auf empfangene Gnade sein. Wir müssen Gottes Annahme nicht durch eine gelungene Tischgemeinschaft kaufen. Und doch kann uns die empfangene Gnade Inspiration sein, auch unseren Tisch für andere zu öffnen. Vielleicht beginnt das heute mit einem kleinen Ruck zur Seite.

































