Jesus beschreibt das Wirken des Heiligen Geistes mit einer bemerkenswerten Richtung: Er zeigt auf Christus. Er erinnert an Jesu Worte, legt Zeugnis von ihm ab, führt in die Wahrheit und verherrlicht ihn. (Johannes 14,26) (Johannes 15,26) (Johannes 16,13-15)
Damit beginnt geistliches Wachstum nicht zuerst mit der Frage: Was muss aus mir werden? Sondern mit der Frage: Wer ist Christus – und was bedeutet das, was er getan hat, für mich?
Der Heilige Geist richtet unseren Blick auf Christus und hilft uns, unsere Wirklichkeit von ihm her verstehen zu lernen. Wer trägt meine Erlösung? Worauf beruht meine Beziehung zu Gott? Was ist Grund – und was wächst daraus? Wie lebe ich in einer Wirklichkeit, die ich längst noch nicht vollständig verstanden habe?
Jesus selbst sagt seinen Jüngern, dass sie noch nicht alles tragen können. Der Geist werde sie weiter in die Wahrheit führen. (Johannes 16,12-13) Nicht alles verstanden zu haben, bedeutet also nicht, Christus nicht anzugehören. Es gibt etwas zu lernen.
Und dieses Lernen bleibt nicht bloße Erkenntnis.
Paulus spricht davon, im Geist zu wandeln und sich von ihm leiten zu lassen. (Galater 5,16-18) Dabei nennt er das, was daraus hervorgeht, nicht unsere Leistung, sondern „Frucht des Geistes“. (Galater 5,22-23)
Der Geist zeigt auf Christus. Von Christus her lernen wir verstehen. In dieser Wirklichkeit lernen wir leben. Und was daraus wächst, nennt die Schrift Frucht.
Dabei verändert sich nicht nur unser Verhalten. Auch unser Blick auf Gott, auf uns selbst und auf andere darf wachsen. Wir müssen weder uns selbst noch andere zu fertigen Menschen machen. Wir dürfen lernen, ehrlich zu sehen, was noch nicht stimmt, ohne daraus den Grund unserer Beziehung zu Gott zu machen.
Denn auch hier bleibt Christus der Mittelpunkt.




























