Während an manchen Fenstern schon die Lichter ausgehen, arbeitet anderswo noch jemand. Ein letzter Kontrollgang, ein Blick auf die Uhr, eine Aufgabe, die bis zum Morgen erledigt werden muss. Auch eine Festnacht hebt nicht jede Nachtschicht auf.
In der Weihnachtsgeschichte bleiben die Hirten draußen bei ihrer Herde. Genau dort erreicht sie die Nachricht von Jesu Geburt.
(Lk 2,10-12)Der Engel kündigt ihnen einen Retter an. Als Zeichen nennt er ein gewickeltes Kind in einer Krippe. Die Hirten müssen keinen Palast betreten und sich nicht erst für einen feierlichen Empfang herrichten. Sie finden ein Kind, das mitten in den einfachen Umständen dieser Nacht geboren wurde.
Die Freude dieser Nachricht hängt nicht davon ab, ob ihre Arbeit leicht ist oder ob ihr Leben plötzlich glänzt. Ihr Grund ist der geborene Christus. Gott hat seine Rettung in die Welt gebracht.
Später gehen die Hirten wieder zurück. Die Herde wartet weiterhin. Doch sie haben etwas gehört und gesehen, das sie in ihre Arbeit mitnehmen. Vielleicht hilft gerade das, Weihnachten auch zwischen Pflichten und Müdigkeit wahrzunehmen: Die gute Nachricht erreicht Menschen mitten in ihrem wirklichen Leben. Christus kommt zu uns, bevor wir etwas Feierliches daraus machen können.

































