Der Stein liegt zur Seite

Lk 24,2-3

Da fanden sie den Stein vom Grabe weggewälzt,

doch als sie hineingetreten waren, fanden sie den Leichnam des Herrn Jesus nicht.

Die Frauen kommen zum Grab und bringen mit, was sie für einen Toten vorbereitet haben. Doch am Eingang liegt der Stein zur Seite. Der Weg ins Grab ist offen, und der Leib Jesu ist nicht dort.

(Lk 24,2-3📖)

Lukas beschreibt zunächst Verwunderung. Die Frauen sind nicht gekommen, weil sie schon alles verstanden hätten. Erst die Botschaft von Jesu Auferstehung und die Erinnerung an seine Worte geben dem Geschehen eine Richtung.

Christliche Hoffnung hängt an diesem Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist. Sein Tod für uns steht nicht am Ende einer gescheiterten Geschichte. Der auferstandene Christus eröffnet eine Zukunft, die über unser gegenwärtiges Leben hinausreicht.

Das macht Trauer nicht überflüssig. Wir vermissen Menschen, und ein leerer Platz am Tisch bleibt schmerzhaft. Aber der Tod ist nicht der Horizont, an dem Gottes Möglichkeiten aufhören.

Wer Christus vertraut, darf auf die Vollendung seiner Erlösung hoffen. Am Grab beginnt diese Hoffnung für die Frauen nicht mit einer Leistung. Sie begegnen einer Wirklichkeit, die Gott geschaffen hat.

Der Stein liegt zur Seite. Was sie erwartet hatten, ist nicht das letzte Wort.

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