Nach dem Essen bleiben Teller stehen. Einer erzählt noch, jemand lacht, und ein anderer bindet sich schon die Schürze um. Die Arbeit, die gleich folgt, steht nicht im Mittelpunkt des Abends. Ohne sie bliebe am nächsten Morgen trotzdem einiges liegen.
Es gibt Aufgaben, durch die ein gemeinsamer Alltag überhaupt möglich wird. Häufig sind sie wenig sichtbar. Das macht sie nicht gering. Es ist gut, wenn sie gesehen und fair geteilt werden.
(Mk 10,43-45)Jesus antwortet hier auf das Streben seiner Jünger nach Rang und Vorrang. Er stellt ihnen eine andere Richtung vor Augen und begründet sie mit seinem eigenen Weg: Er ist gekommen, um zu dienen und sein Leben zur Erlösung hinzugeben.
Unser Abwasch ist kein Gegenstück zu seinem Opfer. Doch sein Weg verändert den Blick auf Größe. Wer dienen kann, muss nicht immer erst auf die Aufgabe warten, die Anerkennung verspricht.
Und wer selbst erschöpft ist, darf Hilfe empfangen. Dienen bedeutet nicht, grenzenlos verfügbar zu sein. Christus macht unsere Dienste nicht zum Kaufpreis der Erlösung. Er hat sich für uns hingegeben. Aus dieser Gnade kann die Freiheit wachsen, eine notwendige Arbeit liebevoll zu übernehmen – und sie mit anderen zu teilen.

































