Beim gemeinsamen Aufräumen fällt ein vorwurfsvoller Satz. Die nächste scharfe Antwort liegt schon bereit. Dann sagt einer ruhig, was ihn verletzt hat, ohne noch einen Angriff hinzuzufügen. Der Streit ist damit nicht automatisch gelöst. Aber er bekommt eine andere Richtung.
Eine sanfte Antwort ist nicht dasselbe wie Schweigen um jeden Preis. Sie kann klar sein, Unrecht benennen und eine Grenze setzen. Sie verzichtet darauf, den anderen mit der eigenen Schärfe noch weiter anzutreiben.
(Spr 15,1)Das Sprichwort beschreibt, wie Worte auf Zorn wirken können. Es ist kein Rezept, mit dem sich jeder Mensch zuverlässig beruhigen lässt. Dennoch nimmt es ernst, dass unsere Antwort die nächste Bewegung eines Gesprächs mitprägt.
Auch wer auf Christus vertraut, kennt den Impuls, sich mit Worten zu verteidigen und dabei selbst zu verletzen. Gottes Gnade lässt uns damit nicht allein. Jesus hat sich für Sünder hingegeben; wir dürfen eigene Schuld eingestehen und einen neuen Umgang miteinander lernen.
Vielleicht gelingt heute ein Satz, der deutlich bleibt und trotzdem Platz zum Weiterreden lässt.































