Auch dein Korb darf voll sein

Röm 12,15

Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden!

Auf dem Nachbargrundstück hängen die Apfelbäume voller Früchte. Am eigenen Baum ist dieses Jahr kaum etwas gewachsen. Als der Nachbar mit einem prall gefüllten Korb herüberkommt, mischen sich zwei Gefühle: Freude über die Äpfel und ein kleiner Stich darüber, dass es bei ihm so gut läuft.

Die Freude eines anderen legt manchmal offen, wo wir uns selbst zu kurz gekommen fühlen. Das kann auch bei einer guten Nachricht, einem bestandenen Abschluss oder einer neuen Arbeit passieren. Sein Glück wird dann unbemerkt zu unserem Vergleichsmaßstab.

Paulus lädt dazu ein, Freude und Trauer miteinander zu teilen. Die Freude des anderen muss uns nichts wegnehmen. Wir dürfen an ihr teilnehmen, auch wenn unser eigenes Leben gerade anders aussieht.

(Röm 12,15📖)

Aus dem Vertrauen auf Christus müssen wir kein Rennen um Gottes Zuwendung machen. Seine Gnade wird nicht knapper, wenn sie auch einem anderen gilt. Das löst nicht jeden schmerzlichen Vergleich sofort. Aber es öffnet Raum für einen ehrlichen Glückwunsch und für die Freude daran, dass beim anderen etwas Gutes gewachsen ist. So zeigen uns unseren gemischten Gefühle überdies das in uns vieles herrscht was noch ungelöst ist. Welch Glückseligkeit wo doch dieser sterbliche Leib und sein Argwohn, Neid und Missgunst ein Ende finden und wir verwandelt werden. Versehen mit einem neuen Leib zu einem Dasein in Gottes Gegenwart.

Weiteres Saatgut

Jedes Design erzählt nicht nur eine Geschichte, sondern weißt auf den hin der sie bereits kennt.

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