Ein Kind entdeckt vieles zum ersten Mal. Ein alter Mensch blickt auf vieles zurück.
Wenn beide ihren Alltag miteinander verbringen, treffen deshalb nicht einfach zwei Altersgruppen aufeinander, sondern zwei völlig unterschiedliche Blickrichtungen auf das Leben.
Da sitzt vielleicht jemand, der noch wissen möchte, warum der Käfer Punkte hat, neben jemandem, der längst aufgehört hatte, Käfer überhaupt zu bemerken.
Der eine bringt Fragen mit, der andere Erinnerungen. Und manchmal wechseln sogar diese Rollen.
Genau solche Begegnungen sind selten geworden. Umso bemerkenswerter ist es, wenn Kinder und alte Menschen tatsächlich Zeit miteinander verbringen – nicht bei einer inszenierten Begegnung für einen Nachmittag, sondern immer wieder im gewöhnlichen Alltag.
Die Bibel kennt dieses Miteinander der Generationen ebenfalls. Was Menschen mit Gott erlebt und von ihm erkannt haben, soll nicht bei ihnen enden. Es wird weitererzählt – und von der nächsten Generation neu gehört, geprüft und schließlich selbst erlebt.
(Psalm 78,3-6)Denn Glauben kann niemand vererben.
Eltern können erzählen. Großeltern können erzählen. Eine Gemeinde kann erzählen. Aber irgendwann steht jeder Mensch selbst vor Christus und vor derselben Nachricht:
(2. Korinther 5,19)Vielleicht ist deshalb das Entscheidende zwischen den Generationen nicht, dass die Älteren den Jüngeren möglichst viel beibringen.
Sondern dass Menschen ein Stück ihres Weges miteinander teilen, einander erzählen, zuhören und gemeinsam immer wieder entdecken, von wem sie beide leben.



































