Die Taufe

Römer 6,4–5

Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit ihm begraben worden, damit, gleichwie Christus von den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm zur Gleichheit des Todes verwachsen sind, so werden wir es auch hinsichtlich seiner Auferstehung sein

Ich gehöre zu Christus.

In der Taufe bekennt ein Mensch öffentlich: Ich gehöre zu Christus.

Jesus Christus ist Gott (Joh 1,1-3📖) (Joh 1,14📖) und hat sich selbst als Sühnopfer für die Sünde der Menschen hingegeben (Eph 5,2📖) . Durch den Glauben vertraut der Mensch auf Jesu Erlösungswerk (Röm 3,25📖) . Die Taufe ist deshalb zunächst kein Versprechen: „Von nun an werde ich besser leben.“ Sie ist das öffentliche Bekenntnis eines Menschen zu Christus. Wie tief sein Verständnis bereits reicht, aus welchen Motiven er kommt und was Gott in seinem Leben noch tun wird, gehört zuerst in die Beziehung dieses Menschen mit Gott.

Die Bibel verbindet die Taufe dennoch mit einem neuen Leben. Wir werden mit Christus begraben, damit wir „in Neuheit des Lebens wandeln“ (Röm 6,4📖) . Wir ziehen Christus an (Gal 3,27📖) . Dieses neue Leben bedeutet aber nicht, dass mit dem Auftauchen aus dem Wasser plötzlich alles anders sein muss. Es beginnt auf einem neuen Grund: Ich gehöre Christus. Was daraus wächst, wann es wächst und wo es sichtbar wird, ist kein Maßstab, mit dem Menschen über die Echtheit des Glaubens eines anderen urteilen sollen. Gott wirkt im Menschen das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen (Phil 2,13📖) . Er hat das gute Werk ( Feldarbeits Meinung nach das Werk des Glaubens ) begonnen und wird es auch vollenden (Phil 1,6📖) .

Der Heilige Geist ist dabei nicht die Belohnung für einen gelungenen Wandel und die Taufe kein Mechanismus, durch den er erst vermittelt würde. Er ist Gottes Gabe (Apg 2,38📖) . Dass Gott ihn auch schon vor der Taufe gibt, zeigt Kornelius: Noch während er die Botschaft hört, empfängt er mit den anderen den Heiligen Geist und wird erst danach getauft (Apg 10,44-48📖) . Der Geist bleibt beim Glaubenden, lehrt und erinnert an die Worte Jesu (Joh 14,16-17📖) (Joh 14,26📖) . Aus seinem Wirken wächst Frucht (Gal 5,22-23📖) .

Wir dürfen deshalb Wachstum erwarten, einander ermutigen und miteinander lernen. Aber wir müssen einander nicht zu Ende bauen. Gott gibt das Wachstum. (1.Kor 3,6-7📖) .

Die Taufe bezeugt nicht: Schaut, was aus mir geworden ist.
Sie bezeugt: Schaut, wem ich gehöre.

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