Geben ist seliger als Nehmen – Diese biblische Wahrheit (Apg 20,35) leuchtete am 16.03.2025 mitten auf der Promenade in Bregenz für eine kleine Familie und einen Mann in Not hell auf.
Die Familie war mit einer Freundin verabredet, um den sonnigen Tag am Bodensee zu genießen. Die Luft war frisch, das Wasser ruhig, Haubentaucher zogen ihre Kreise – ein schöner friedlicher Moment. An dieser Stelle möchten wir herzlich dazu einladen ebenfalls ein mal mehr die Natur zu genießen und zu staunen in welch herrlicher Vielfalt sich Gottes Herz in der Schöpfung offenbart.
Nach einigen Gehminuten die Bregenzer Promenade entlang kam der Gruppe ein Mann entgegen. Sein Gang war schwer, das Bein verdreht, die Hände zitterten. Mit einem Krückstock und unsicheren Schritten bewegte er sich durch die Menge und hielt vor sich einen kleinen Behälter für mögliche Spenden.
Die Familie ging aus Ermangelung von Bargeld zunächst weiter – doch die Situation des Mannes ließ sie nicht los. Wenige Minuten später trafen sie ihn wieder: Nun gut positioniert und stabil auf den Krückstock gestützt lieferte er mit erstaunlicher Hingabe auf seiner Mundharmonika ein regelrechtes Konzert für die Passanten – Er füllte die Promenade mit einer Musik, die trotz seiner Gebrechen voller Leben war.
Von diesem Anblick zusätzlich bewegt begann für die Familie direkt die Suche nach einem Bankautomaten welche auch rasch erfolgreich beendet werden konnte. Als sie zurückkehrten, lauschten sie dem Spiel. Der Mann schien sichtlich erfreut über das kindliche Lachen der kleinen Tochter – einfach und voller Leben. Dazu begann neben ihr der kleine Bruder zu tanzen. Eine Situation der Freude, die den Musiker zu einer noch eindrucksvolleren Melodie anspornte.
Darauf legte der Vater das Geld in den Hut. Der Mann spielte kräftig weiter und hob den Finger freudig gen Himmel – ein stilles Dankeschön. Belebt von dieser neuen Situation – Kinderlachen und Tanz, Spende und Freude – holt der Musiker eine zweite Mundharmonika aus seiner Tasche. Ein neues Lied, ein neues Geschenk – ein Konzert aus Dankbarkeit voller Schwung und Energie (Spr 15,13) .
Lob und Dank sei Gott, dass kleine Gesten der Barmherzigkeit, Mitgefühl und Dankbarkeit aus seiner Feder stammen und wir ihn dadurch kennenlernen dürfen. Alles Gute kommt von ihm – wodurch er uns seinen Charakter offenbart.
Gott schuf uns einst so, dass wir Freude darin finden Gutes zu tun. Was für eine traurige Welt, in der wir nun durch die Sünde leben. Wo diese Wahrheit nur selten ihren Weg in die Realität findet.
Doch hätte man dem Mann nicht noch mehr schenken können? Etwas Persönliches, das über Geld hinausgeht? Etwas, das Hoffnung gibt – auf eine Welt ohne Krankheit, ohne Armut, ohne Scham? Denn das ist es, was Gott uns verheißt (Off 21,4)
Auch wenn es in diesem Moment nicht gegeben war, dass diese Wahrheit ihren Weg in das Herz des Mannes fand. So hat Gott die kleine finanzielle Gabe an den Mann mit der Mundharmonika mehrfach gesegnet.
– Freude in den Herzen einer Familie, dass sie jemandem ein wenig helfen konnten.
– Freude im Herzen der Kinder durch das Musikspiel des Mundharmonika-Künstlers.
– Freude im Herzen einer Mama über das Lachen ihrer Kinder und
– Freude im Herzen eines Mannes, der sich sein Abendessen leisten kann.
Geben ist seliger als Nehmen (Apg 20,3)
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Möge der Herr uns gelegentlich Momente schenken, in denen diese Wahrheit ihre Erfüllung in unserer Zeit findet.













