Feldarbeit - Acker

Gedanken, Beobachtungen und Schlussfolgerungen aus unserem Bibelstudium.
Auf unserem kleinen Stück Ackerboden wird gepflügt, gejätet und gesät.
Wir behalten uns vor, hier auch jederzeit kräftig umzugraben und Aussagen zu korrigieren oder auch ganz zu verwerfen.

Taufe

In der Taufe bekennt ein Mensch öffentlich: Ich gehöre zu Christus.
Jesus Christus ist Gott (Joh 1,1-3📖) (Joh 1,14📖) und hat sich selbst als Sühnopfer für die persönliche Sünde aller Menschen hingegeben (Eph 5,2📖) .
Durch das Vertrauen auf Jesu persönliches Erlösungswerk erhält der Glaubende (Röm 3,25📖) bei Jesu Wiederkunft einen unvergänglichen Leib, der Gottes
Herrlichkeit in seiner Fülle ohne inneren Widerstand erleben kann (Röm 8,23📖) (1.Joh 3,2📖) .

Mann und Frau

Paulus deutet das Geheimnis der Ehe auf Christus und seine Gemeinde. (Eph 5,31-32📖)
Wir verstehen das als eine Ermunterung zu einer tief hingebungsvollen Beziehung von Mann und Frau innerhalb einer Ehe (Eph 5,25📖) .
Aus unserer Sicht weist damit auch das Prinzip: „Mann und Frau“ auf Gottes hingebende Agape zur ganzen Schöpfung.

Unreine Speise

So wenig wie der Kontakt eines Menschen zum anderen ihn vor Gott religiös verunreinigt, tut dies Speise oder Trank. (Röm 14,14📖) Es ist ratsam sich vor dem Verzehr von Speisen und Getränken über gesundheitliche Fakten und Wirkung zu informieren.

Apostelgeschichte 10,9–16

Des folgenden Tages aber, während jene reisten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach, um zu beten. Er wurde aber hungrig und verlangte zu essen. Während sie ihm aber zubereiteten, kam eine Entzückung über ihn. Und er sieht den Himmel geöffnet und ein gewisses Gefäß, gleich einem großen leinenen Tuche, herabkommen, an vier Zipfeln gebunden und auf die Erde herniedergelassen, in welchem allerlei vierfüßige und kriechende Tiere der Erde waren und das Gevögel des Himmels. Und eine Stimme geschah zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und iss! Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! Denn niemals habe ich irgend etwas Gemeines oder Unreines gegessen. Und wiederum geschah eine Stimme zum zweiten Male zu ihm: Was Gott gereinigt hat, mache du nicht gemein! Dieses aber geschah dreimal; und das Gefäß wurde alsbald hinaufgenommen in den Himmel.
Die Auflösung dieser Vision kommt in

Apostelgeschichte 10,28
Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, sich einem Fremden anzuschließen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein heißen soll.

Aus der Sicht von Feldarbeit hat Gott an dieser Stelle mit der religiösen Unreinheit durch Kontakt mit Fremden aufgeräumt. Er hat dies anhand der Speise als Bild getan. Ist nun eine Speise religiös verunreinigender als der Kontakt zum Mensch ? – Aus unserer Sicht nicht. Weder die Speise noch der Kontakt zu fremden verunreinigt den Mensch in religiöser Hinsicht. Es bleibt jedoch der Gedanke der Vernunft. Es gibt Speise die ungesund ist und besser gemieden werden sollte.
Aus unserer Sicht ist Speise jedoch weder ein Grund übereinander zu richten noch einander auszuschließen

Gegenseitige Rücksichtnahme

(Röm 14,2-5📖)
(Röm 14,15📖)
(Röm 14,17📖)
(Röm 14,19📖)
(Röm 14,22📖)
(Röm 15,1-2📖)

Wenn wir diese Stellen der Schrift zusammen nehmen, ergeben sich aus unserer Sicht recht nüchterne Worte:
Taktgefühl und Rücksicht.

Ein entscheidender Punkt ist dabei die Spannung der beiden Gewissen:

Der Schwache im Glauben hat ein empfindliches Gewissen und stößt sich an vielerlei Dingen. Der Starke im Glauben soll darauf Rücksicht nehmen. Aber der Starke im Glauben hat ebenfalls ein Gewissen und eine Grenze dessen, was er noch als vernünftig und gut vertreten kann. Überschreitet er diese Grenze zugunsten des Schwachen obwohl er es unvernünftig findet, so handelt er selbst wiederum gegen sein Gewissen. Somit kann auch das schwache Gewissen des einen dem im Glauben gestärkten zum Anstoß und allerlei Gewissensfragen werden.

Damit ist Rücksichtnahme auf Gewissen eben keine Einbahnstraße, selbst wenn Paulus in Römer 15 die besondere Verantwortung zunächst beim Starken beschreibt. Denn auch Der Starke im Glauben ist in seiner Fähigkeit zur Rücksichtnahme beschränkt. Wollen wir nun also dem Starken im Glauben seinen Glauben richten und umgekehrt den Schwachen im Glauben seinem empfindlichen Gewissen überlassen?

Wir suchen den Weg der Brüderlichkeit und sehen gleichzeitig im Glauben und Gewissen starke sowie schwache Menschen. Beide Seiten sind geprägt von Leid, Erfahrung, Überzeugungen, Erwartungen und einer ganzen Lebensgeschichte. Wir alle sind zudem begrenzt in unserer Fähigkeit zur Nächstenliebe und Konsequenz. Der Mensch, seine Empfindungen, sein Wille und Gewissen sind komplex und stehen unter vielerlei Einflüssen.

Erlösung ist deshalb nicht die Belohnung dafür, dass wir diese Komplexität endlich perfekt in den Griff bekommen, sondern Notwendigkeit – sowohl für den Glaubensstarken als auch den Gewissensschwachen.

Wir sehen nun also aus Erfahrung im Leben untereinander und miteinander, dass wir auch in Bezug auf unsere gegenseitige Rücksicht Gnade brauchen.

Ein weiterer uns wichtiger Punkt an dieser Stelle ist Jesu Aussage zum Höchsten Gebot: der Liebe zu Gott und dem Nächsten (Matt 22,37-40📖)

Wo wir nun selbst Gnade, Nachsicht und Barmherzigkeit suchen, so sollten wir sie auch unseren Mitmenschen zugestehen. Ebenso umgekehrt. Wie sollen wir nun wahrhaftig jemand anderem diese Gnade zugestehen, wenn wir uns selbst dieselbe Gnade, Barmherzigkeit und Nachsicht absprechen? Es wären zweierlei Maß. Wir wissen wohl, dass der Mensch große Schwierigkeiten hat, sich und andere mit demselben Maß zu messen. Wir möchten an dieser Stelle also lediglich wohlgesonnen zur Nächstenliebe in Form von Barmherzigkeit einladen. Barmherzigkeit gegenüber dem Glaubensstarken und Barmherzigkeit gegenüber dem Gewissensschwachen.

Jesus stellt die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst der Liebe zu Gott mit ganzem Herzen vergleichbar zur Seite. – Zwei Seiten ein und derselben Münze. Barmherzigkeit ist nur ein Teil dieser Nächstenliebe. Aber ein für uns ziemlich wichtiger.

Welch Wonne wird nun der Tag sein, an dem der Mensch frei wird von seinem sündigen Dasein! – Der Glaubensstarke, der Gewissensschwache, der Reiche und der Arme, der Stolze und auch der Demütige. Wir nehmen uns an dieser Stelle einmal die Freiheit zu diesem Pathos.

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